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Anna Selbdritt

Anna Selbdritt

Die einzigartige monumentale Stuckplastik aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist das älteste Ausstattungsstück in St. Nikolai. Sie zeigt die heilige Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind als sogenannte "Anna Selbdritt". Die fein herausgearbeiteten Gesichter der Frauen, die weich fallenden Falten der Schleier und die sorgsam aufeinander abgestimmte Gesamtkomposition der drei Figuren spricht für die herausragende, qualitätvolle Arbeit des unbekannten Künstlers.

 

 

 

 

 

 

Schmerzensmann

Um 1370 wurde die Standfigur als Andachtsbild des "Heiligen Leichnams" aufgestellt. Auch nach der Reformation blieb sie am Originalstandort. Zum Gedenken an zwei schwere Blitzeinschläge wurde 1671 folgende Inschrift ergänzt: „Als Gott in dises Haus mit seiner Donner-Ruhten/schlug zweimahl binnen Jahrs hat Jesu Schmertz und bluthen/groß Unheil hier gewandt. Kein Sünder geh vorbey/der nicht erseufz, ihn lieb, und künfftig frommer sey.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Moses

Die Figur des Moses trägt den Korb der Renaissance-Kanzel (1611). Den Korb der Kanzel zieren sechs Reliefs mit der Heilsgeschichte Jesu. Mose – Überbringer der zehn Gebote an das Volk Israel trägt hier zwei Tafeln mit dem ersten Gebot „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“; sowie dem vierten Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“. Wegen eines Übersetzungsfehlers aus dem Hebräischen zieren nicht Strahlen das Haupt des Moses, sondern Hörner.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreuzträger

Die Figur stammt aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts. Sicherlich gehörte ursprünglich eine Simons-Figur dazu und diente in der Passionszeit als Andachtsfigur eines Kreuzweges.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mahnmal für die Kriegsopfer

Die große Christusfigur wurde 1932 zunächst für die Opfer des ersten Weltkrieges aufgestellt. Das Werk des Bildhauers Hans Schwegerle (1882 – 1950) – obwohl kein Antifaschist – wurde von den nationalsozialistischen Funktionären wegen seines wenig heroischen sondern leidvollen Gedenkens der Toten und Mahnens gegen den Krieg abgelehnt. Die Gemeinde ließ die Figur trotzdem errichten und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in den 60er Jahren auch die Tafel für die Toten des zweiten Weltkriegs anbringen. Dieser stille Ort ermutigt Gäste auch heute ihren Wünschen, ihrer Trauer und ihren Hoffnungen Ausdruck zu geben.